Europeana

Crouwdsourcing mal anders.

Man lade alle Menschen ein, ihre Dachböden und Fotoalben zu durchforsten, und alle alten Bilder, Briefe, Postkarten oder sonstiges zu sammeln. Dann veranstalte man Aktionstage, an denen die Leute ihre Fundstücke vorbei bringen können, scanne sie ein, und mache ein großes digitales Museum daraus. Schon sind die Schätze der Vergangenheit bewahrt.

Parallel dazu kann man auch einfach eine Webseite anbieten, auf der die Leute ihre Fundstücke gleich selber hochladen können.

In diesem Fall geht es der Europeana erst mal nur um Material aus dem ersten Weltkrieg, 1914 bis 1918. Entstanden ist die ganze Sache aus einem Projekt der Universität Oxford. Dort hat man Menschen aus Großbritannien zu dem Projekt eingeladen, und einen derart großen Zuspruch erlebt, das man es gleich ausweiten musste. Nun findet die ganze Aktion auf EU-Ebene statt. Der nächste Aktionstag ist in der Staatsbibliothek in Berlin, am 30.01.2014, von 10-18 Uhr.

Die Idee an sich finde ich großartig. Es gibt sicher noch haufenweise alte Bilder und Texte, die irgendwo schlummern und irgendwann entsorgt werden. Der einfachste Weg sie zu bewahren, ist scannen und archivieren. So können die eventuell persönlichen Erinnerungsstücke auch weiterhin behalten werden, und trotzdem der Nachwelt bewahrt.

So, und jetzt müssen wir nur noch die Speicher- und Bandbreiten-Kapazitäten schaffen, dann den eingegrenzten Zeitrahmen aufheben, und dann jeden örtlichen Kulturverein ins Boot holen, das die sich einen Scanner hinstellen und die Leute überall vor Ort vorbeischauen können. Dann können wir die „Wikipedia der Fundstücke“ aufbauen. Nur falls jemand fragt wo man mit den nächsten Fördergeldern hin soll.

http://www.europeana1914-1918.eu/de

http://www.europeana1914-1918.eu/de/contributor

Europeana: Geschichtsprojekt digitalisiert Erinnerung an 1. Weltkrieg

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